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WIESBADENER TAGBLATT

 

Paul Millns mit bluesgefärbtem Rock-Pop

28.01.2012 – MAINZ

(wit). „Wenn es in der Musikwelt Gerechtigkeit gäbe, dann würde er die größten Hallen im Land füllen“, schrieb einst eine schottische Zeitung über Paul Millns. Die herrschende Ungerechtigkeit, die das verhindert, ist zwar zu beklagen, ermöglicht es aber uns in Mainz, den englischen Singer/Songwriter in der angenehmen Intimität des kleinen Gewölbesaals im „unterhaus im unterhaus“ zu erleben.

Bereits seit den 60er Jahren ist der aus Norfolk stammende Pianist aktiv, vor allem im bluesgefärbten Rock-Pop, hat Meriten an der Seite von Alexis Korner, Eric Burdon, John Mayall errungen, ebenso mit Bert Jansch, John Martyn oder David Crosby. Nun war er endlich einmal wieder in Mainz zu erleben – diesmal unterstützt vom kanadischen Mundharmonika-Virtuosen Butch Coulter, der auch durchaus amtliche Gitarrenarbeit beisteuerte.

Ausdrucksstarke Stimme, packende Geschichten

Den Löwenanteil machten Songs der beiden letzten Alben von Millns aus („Undercover“ 2006, „Calling All Clowns“ 2010). Das große Ereignis seiner Konzerte, seiner Musik generell ist Millns Umsetzung seiner Songs, seine Interpretation – seine ausdrucksstarke Stimme.

Das Publikum kann sich in das Erlebnis seines Gesangs entspannt hineinlegen wie in einen Lehnstuhl aus hundertjährigem Zedernholz, ausgekleidet mit langflorigem Samt – so ist seine Stimme: markant, kernig gemasert, kraftvoll, zugleich warm und weich, sie stützt, geleitet, gibt Geborgenheit, erzählt allein mit ihrem Klang packende Geschichten.

Anekdotische Beobachtung und privates Gefühlsleben

Und das packende Geschichtenerzählen auf der bewussten Ebene seiner Texte ist die andere große Stärke von Millns: anekdotische Alltagsbeobachtungen, kritisch-engagierte Betrachtungen der gesellschaftlich-politischen Welt, ur-persönliches Gefühlsleben, all das gefiltert-gefärbt mit britischem Understatement und gutmütig-kauzigem Humor. So glitzern seine Song-Diamanten „The Way of the world“, „Stuck in a bar“ oder „Blame it on you“.

Neben 25 Jahre alten Songs wie der Boogie-Drive-Nummer „Nobody home“ oder dem tonnenschweren Blues „Dark water“ wecken unveröffentlichte Neu-Titel wie die poetische Ballade „The beauty of the high wire dancer“ Lust auf das kommende 2012er Album.

 

CONCERTO

Eine Platte der Superlative! Der in Norfolk geborene und in London lebende Paul Millns

liefert eines der besten, stimmungsvollsten Singer / Songwriter – Alben der letzten Jahre.

Zeitlos schön!

 

FOLKER

Mit schönsten Effekten: stimmig runden Songs, einer nahezu unwiderstehlichen

Gelassenheit, einem Rhythm-´n´-Blues Album für alle Gelegenheiten.

 

BÜCHERGILDE MAGAZIN

Paul Millns ist als Poet und Interpret der eigenen Songs eine Klasse für sich.

Der Brite schafft bewegende Momente mit Songs wie “Singles night”, der all den

Schmerz birgt, die einsamen Herzen spüren oder zwinkern mit einem Auge, während

er gerade über ein soziales oder politisches Thema kritisch reflektiert.

Begleitet von einer einfühlsamen Band reiht sich ein wundervoller Song an den

nächsten.

 

ONLINE MUSIK MAGAZIN

Ein fabelhaftes Album, das Paul Millns Rang an der Spitze der Blues-Liga

unterstreicht, seine Position als einer der Besten seiner Zunft nachhaltig festigt.

Mal zuhören!

 

SPEYERER MORGENPOST

Das schöne an Millns Musik ist, dass sie gleichzeitig angenehm vertraut klingt

und doch immer spannend und neu. Millns ist ein aufmerksamer Beobachter der

menschlichen Spezies, deren Schwächen er unaufdringlich und fast zärtlich

aufgreift und seine Geschichten daraus spinnt, als ob er sagen wollte:

Alles halb so wild, das haben viele von uns durchgemacht.

Millns` Balladen sind unschlagbar, auch diesmal verlieren Stücke wie

“No donkey ride” oder “Singles night” auch nach 50 Durchgängen nicht an

Faszination.

 

WESTDEUTSCHE ZEITUNG

Paul Millns, der Blues-Singer-Songwriter über zwei Stunden allein am Piano, war ein

ganz besonderes Erlebnis: Es war jenseits des kommerziellen glamourösen Unterhaltungs-

Musikgewerbes ein beeindruckendes Plädoyer für eine einfache, für sich selbst sprechende

Musik, die keine falschen Verpackungen braucht.

 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

There is an answer to Randy Newman.

 

SCALA – TOP – EMPFEHLUNG

Höllisch traurige, himmlisch melancholische und trocken humorige Songs.

 

DONAUKURIER INGOLSTADT

Manche entdecken ihn jetzt erst, den Magier der Stile, diesen wunderbar normal gebliebenen

Sänger, Pianisten und Tonsetzer, dessen Charisma nicht wie ein greller Flutlichtmasten

blendet, sondern sanft, bescheiden und beharrlich wie eine Kerze strahlt.

Millns schafft es, mit einfachen Mitteln große Gefühle in Klänge zu gießen, seine Poesie

fängt die Zerbrechlichkeit des Glücks ebenso plastisch ein, wie die Unbillen des Alltags.

 

ELKE HEIDENREICH

Paul Millns ist ein wunderbarer, melancholischer und sensibler Texter.